Inhalt
Deutschland und die EU haben ein
vitales Interesse an Investitionen aus und von
Drittstaaten. Gleichwohl haben beide aus Sorge vor
bestimmenden Einflüssen ausländischen Kapitals auf zentrale
Wirtschaftsbereiche jüngst verschiedene
Marktzutrittshindernisse und Kontrollmechanismen
geschaffen. Diese zielen insbesondere auf
Direktinvestitionen institutioneller Anleger ab.
Auch die gegenwärtige Finanzkrise hat die
Regulierungsbestrebungen nicht beseitigt; der
längerfristige Kurs der Wirtschaftspolitik erscheint
unklar.Zur Beschreibung des rechtlichen Ordnungsrahmens
stellen Helmut Lecheler und Claas Friedrich Germelmann die
aktuellen Zugangsbeschränkungen für Kapitalanlagen aus
Drittstaaten dar und messen sie an den Vorgaben des
europäischen Unionsrechts und des deutschen
Verfassungsrechts. Dabei werden auch völkerrechtliche
Aspekte berücksichtigt.
Die Untersuchung konzentriert sich auf den Energiesektor,
der wegen seiner herausragenden volkswirtschaftlichen und
politischen Bedeutung in besonderem Grade von solchen
Maßnahmen betroffen ist.
Über den Autor
Lecheler Helmut: Geboren 1941;
Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in
Erlangen-Nürnberg, Bonn und Paris (Sorbonne); 1967
Promotion zum Dr. iur.; 1971 Diplomprüfung für Kaufleute,
1977 Habilitation. Ordentliche Professuren für Staats- und
Verwaltungsrecht an den Universitäten Marburg (1978 - 1981)
und Erlangen-Nürnberg (1981 - 1991), seither Lehrstuhl für
Staats-, Verwaltungs- und Europarecht an der Freien
Universität Berlin.
Germelmann Claas F.: Geboren 1978; Studium der
Rechtswissenschaft an der FU Berlin und University of
Cambridge (LL.M.); 2008 Promotion; Akad. Rat a. Z. an der
Universität Bayreuth.