Inhalt
Betriebsräte müssen als Vertreter
der Belegschaft deren Interessen durchzusetzen. Eine
anspruchsvolle Aufgabe, die neben Sach- und Fachkenntnissen
vor allem eines verlangt: Kommunikationsfähigkeit!
Das beginnt bei Einzelgesprächen, etwa am Arbeitsplatz. Wer
hier nicht über die richtige Gesprächstechnik verfügt, kann
viel Porzellan zerschlagen. Offenheit für Beschwerden,
richtige Reaktion auch auf ungerechtfertigte Kritik,
aufmerksames Zuhören und gemeinsames Suchen nach
Problemlösungen: all das kann und muss durchschaut und
geübt werden, wenn man als Betriebsratsmitglied in der
Belegschaft anerkannt und erfolgreich sein will.
Der nächste Schritt ist die aktive und zielgerichtete
Beteiligung an Diskussionen, sei es in Betriebsrats-,
Ausschuss- oder Arbeitsgruppensitzungen. Auch wenn nicht
jedes Betriebsratsmitglied solche Diskussionen gleich
leiten kann oder muss: Nur wer die Grundprinzipien einer
effektiven Diskussionsleitung kennt und beherrscht, wird
sich mit Erfolg daran beteiligen können und auf
Leitungsaufgaben vorbereitet sein.
Interessenvertretung bedeutet aber vor allem auch, mit dem
Arbeitgeber zu verhandeln. Und je besser und sorgfältiger
eine solche Verhandlung vorbereitet ist, um so
erfolgreicher wird sie auch verlaufen. Mit vielen konkreten
Beispielen aus der Praxis wird genau beschrieben, welche
Arbeitsschritte nötig und welche Regeln einzuhalten sind,
um in einer Verhandlung das bestmögliche Ergebnis für die
Belegschaft herauszuholen.
Und schließlich verlangt die Betriebsratsaufgabe auch das
(möglichst freie und überzeugen-de) Sprechen in der
Öffentlichkeit, etwa wenn es darum geht, ein
Verhandlungsergebnis auf der Betriebsversammlung zu
präsentieren. Wer sich auch in schwierigen Situation
verständlich machen und selbstsicher und überzeugend wirken
will, wird dies vor allem durch Training erreichen, ein
Training, das man durchaus auch für sich allein durchführen
kann.
Eine Serie aufeinander aufbauender Übungen hilft, das
eigene Auftreten nach und nach zu perfektionieren. Geübt
werden unter anderem: - Aufbau kurzer und längerer
Redebeiträge, - sicheres Auftreten und Überwindung von
Redehemmungen, - Erstellen von Stichwortkonzepten für die
,,große Rede".
Über den Autor
Wolfgang Fricke:
Schriftsetzer, Betriebsratsmitglied und -vorsitzender. Auf
dem 2. Bildungsweg Studium der Sozialpädagogik mit dem
Schwerpunkt Politische Erwachsenenbildung, langjährige
Tätigkeit in der gewerkschaftsnahen Bildungsarbeit für
Betriebsräte, insbesondere auch zum Themenbereich
Informations- und Kommunikationstechnik. Autor zahlreicher
Fachbücher für Arbeitnehmer und Betriebsräte. Seit 1992
verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift "Computer und
Arbeit". Zum März 2009 gibt der langjährige CuA-Redakteur
Wolfgang Fricke aus Altersgründen die
Redaktionsverantwortung an seinen Nachfolger Olaf Lutz
weiter, der bereits seit Oktober 2008 in der Redaktion
mitarbeitet, um im Interesse einer gleichbleibend hohen
inhaltlichen Qualität eine sorgfältige Einarbeitung und
Übergabe zu gewährleisten.