Inhalt
Das Handbuch in der zweiten, neu
bearbeiteten und aktualisierten Auflage beschreibt auf der
Basis detaillierter Ländererhebungen und Expertenaussagen
in den neuen EU-Mitgliedsländern den Prozess der bisherigen
Umgestaltung der Arbeitsbeziehungen und dokumentiert deren
aktuellen Entwicklungsstand.
Durch den Vergleich der arbeitsrechtlichen Grundlagen
ebenso wie der Praxis auf betrieblicher, sektoraler und
nationaler Ebene wird ein konturiertes Bild der
mittelosteuropäischen Arbeitsbeziehungen gezeichnet. Trotz
einer an Westeuropa orientierten Transformation verläuft
die Entwicklung auf unterschiedlichen sozialkulturell
geprägten Pfaden. Zugleich werden Strukturmerkmale
deutlich, die einen in den einzelnen Ländern wiederum
differenzierten »transformationsgesellschaftlichen Typus«
der Arbeitsbeziehungen erkennen lassen. Kennzeichen sind
bestimmte Strukturdefizite wie auch innovative Formen der
betrieblichen Beteiligung und der überbetrieblichen
Konzertation und Verteilungspolitik.
Angesichts des EU-Beitritts besitzen neben dem
Ost-West-Vergleich der Grundmodelle und transnationalen
Trends der Arbeitsbeziehungen insbesondere auch die
Rückwirkungen der Osterweiterung auf die zentralen arbeits-
und tarifpolitischen Aufgabenfelder ebenso wie die zu
erwartenden Herausforderungen an das »Europäische
Sozialmodell« einen besonderen Stellenwert in diesem
materialreichen und informativen Handbuch.
Über den Autor
Prof. Dr. Hans-Wolfgang Platzer,
Politikwissenschaftler, Fachbereich Sozial- und
Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda, lehrt und
forscht im Bereich der europäischen Integration und ist
Inhaber eines Jean Monnet Chair of European
Integration.