Inhalt
Mit dem Vertrag von Lissabon
beschließt die EU ihren langjährigen internen
Reformprozess. Die Autoren des Bandes kommentieren den
Vertrag anhand der Struktur des neuen EU-Vertrags, dessen
einzelne Titel den jeweiligen Analysen in Gänze
vorangestellt sind. Das Werk vereint Sichtweisen aus den
Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in
interdisziplinärer Perspektive, um den Vertrag umfassend zu
würdigen. Neben der eingehenden Analyse der
Vertragsbestimmungen hinsichtlich ihrer Relevanz für die
Europäische Union und ihre politische Entwicklung, bewerten
die Autoren den Vertrag von Lissabon im Vergleich zum
Vertrag von Nizza als rechtlichem Referenzpunkt und dem
gescheiterten europäischen Verfassungsvertrag als
politischem Orientierungspunkt. Dabei zeigt sich, dass der
Vertrag von Lissabon aus integrationspolitischer Sicht zwar
in vielen Fällen mehr als der Vertrag von Nizza, aber
weniger als der Verfassungsvertrag bietet. Bisweilen
entsteht aber auch ein ganz anderer Eindruck, so dass sich
insgesamt ein sehr differenziertes, wenn auch stellenweise
ambivalentes Bild des neuen europäischen Primärrechts
ergibt.
Informationen zur Reihe:
Schriften des Zentrum für Europäische Integrationsforschung
(ZEI)
Herausgegeben von Prof. Dr. Ludger Kühnhardt
In den Schriften des Zentrum für Europäische
Integrationsforschung sind Veröffentlichungen zu
unbewältigten Fragen der europäischen Integration und der
Stellung Europas in der Welt versammelt, zu denen Autoren
aus allen Regionen Europas - und Europakenner aus anderen
Weltregionen - beitragen.Das Ziel aller Veröffentlichungen,
die dem breiten Spektrum der Geistes- und
Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Politikwissenschaft
entstammen, ist es, in Bezug auf aktuelle und
grundsätzliche Fragen der europäischen Entwicklung
Erkenntnisse zu mehren und Forschungsanstöße zu
geben.