Inhalt
Die Diskussion um ein "vernünftiges"
Jugendstrafrecht wird und muss weitergeführt werden. Der
Streit um den Umgang mit Jugendkriminalität ist im
vergangenen Jahr wieder einmal mit großer Heftigkeit
ausgebrochen. Für diese Diskussion sind zwei Entscheidungen
von außerordentlicher Bedeutung. Zum Einen die Entscheidung
des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit des
bisherigen Jugendstrafvollzugsrechts. Zum Zweiten die -
gesetzgeberische - Entscheidung für die Neudefinition der
Ziele des Jugendstrafrechts im neuen § 2 Abs. 1 JGG. Das
Jugendstrafrecht soll danach der Individualprävention zum
Zwecke der Verhinderung neuer Straftaten mit möglichst
erzieherischen Mitteln dienen.
Weitere Änderungen betreffen den Ausschluss der Eltern von
der Hauptverhandlung sowie die Nebenklagemöglichkeit, die
gänzlich neu eingeführt wurde. Auch die wichtigen
Regelungen betreffend des Rechtsschutzes im
Jugendstrafvollzug wurden neu gefasst. Die Einführung der
nachträglichen Sicherungsverwahrung im Jugendstrafrecht mit
dem Gesetz vom 8. 7. 2008 hat zuletzt auch in der
Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt. Der "Ostendorf" setzt
in seiner 8. Auflage durch die umfassende Darstellung des
JGG zusammen mit den kriminologischen Hintergründen
Maßstäbe.
Die besonderen Vorteile:
- neueste Statistiken veranschaulichen die Entwicklung der
Jugendkriminalität und der Rechtsprechung bzw.
Sanktionierung durch die Jugendgerichte
- die problematischen Fallkonstellationen im Bereich des
Jugendstrafrechts, wie zum Beispiel das Verhältnis zwischen
Jugend- und Erwachsenenstrafrecht und die mögliche
Gesamtstrafenbildung werden prägnant erläutert
- Darstellung der Justizpraxis im Rahmen der jeweiligen
Regelungskomplexe helfen bei der
Rechtsanwendung