Inhalt
Unsere Gesundheit ist uns teuer und
deren Wiederherstellung kommt uns häufig teuer zu stehen.
Deswegen ist es eine wichtige Frage, wie Gesundheit
wiederhergestellt werden kann, ohne Ressourcen zu
verschwenden. Gewöhnlich garantiert das ein wettbewerblich
organisierter Markt. Die medizinische Versorgung soll indes
nicht von der Zahlungsfähigkeit des Einzelnen abhängen. Die
Moral scheint den Markt verdrängen zu müssen.
Der Autor zeigt am Beispiel des
Leistungserbringerwettbewerbs in der ambulanten Versorgung,
dass dies ein Irrtum ist. Man kann einen effizienten
Versorgungswettbewerb organisieren und gleichzeitig am
Bedarfsprinzip festhalten. Das deutsche Recht lässt das zu
und das europäische Recht hat das Potenzial, eine
Kombination von Markt und Moral durchzusetzen. Von diesem
Potenzial des europäischen Rechts wird bisher kein Gebrauch
gemacht, zukünftig sollte man dieses Potenzial im Interesse
der Versicherten jedoch nutzen.
Informationen zur Reihe:
Bochumer Schriften zum Sozial- und Gesundheitsrecht
Herausgegeben von Prof. Dr. Stefan Huster, Prof. Dr.
Friedrich E. Schnapp und Prof. Dr. Markus Kaltenborn
Die R Schriftenreihe widmet sich aktuellen rechtlichen
Fragestellungen auf den Gebieten der Sozial- und
Gesundheitspolitik. Sowohl der nationale Ordnungsrahmen als
auch die europäischen und internationalen Einflüsse auf die
Rechtsentwicklung werden in den in der Reihe publizierten
Beiträgen näher untersucht. Von der Konzeption der Reihe
ebenfalls umfasst sind interdisziplinäre
Forschungsarbeiten, welche die politik- und
wirtschaftswissenschaftlichen bzw. die philosophischen
Bezüge zum Sozial- und Gesundheitsrecht zum Gegenstand
haben.